Sacred 3


Die Handlung ist schnell erzählt und deutet schon auf die großen Veränderungen hin, die Deep silver und Keen Games für Sacred 3 umgesetzt haben. Wir sollen den Bösewicht Zane daran hindern, mit Hilfe des Herz von Ancaria zu einem Halbgott aufzusteigen. Für ein Rollenspiel schon einmal recht wenig. Doch genau hier liegt der Bruch. Ein reines Rollenspiel ist Sacred 3 nicht mehr. Keine offene Spielwelt, mehr Gruppenkämpfe und schon gar kein Looting. Was bleibt sind lineare Level und das Sammeln von Gold und EPs, um am Ende jeden Levels den Charakter zu verbessern.

Doch auch wenn die Rezensionen bisher kein gutes Haar an dem neuen Spielprinzip lassen, ist dieses dennoch ganz gut umgesetzt. Die Action steht dabei absolut im Vordergrund, doch wildes slashen hilft im Spiel nicht weiter. Angriffe und Kämpfe wollen gut vorbereitet und taktisch klug ausgeführt sein. Zu Beginn jeder Mission lassen sich mit einem der vier Charakter-Klassen zwei verschiedene Spezialfähigkeiten. Das können dann entweder magische Druckwellen oder Blitze und ähnliches sein.

Leider fehlt es dann an der Möglichkeit die Angriffsfähigkeiten zu Kombinationen zu verarbeiten. Aber das Spiel und vor allem die Kämpfe laufen unheimlich flüssig ab und sehen dabei noch super aus. Online kann man mit bis zu vier Freunden auf die Jagd gehen. Das macht durchaus Laune, ist aber eben mit wenig Tiefgang beseelt. Da waren die beiden Vorgänger deutlich interessanter gestrickt. Sacred-Fans werden massiv enttäuscht sein. Neulinge wird es kaum kümmern.

Es ist definitiv kein Sacred, wie man es womöglich erwartet hätte. Warum das so ist, bleibt leider auch offen, denn Sacred 3 kommt jetzt auch nicht mit Innovationen im Bereich des Koop-RPG um die Ecke. Es ist allerdings technisch absolut nichts am Game auszusetzen. Das Kampfsystem ist hervorragend. Damit schafft Sacred 3 gerade noch so 8 neutrale Flammen.

Sacred 3 bei Steam

Rating: 
8

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